Ästhetische Zahnmedizin

Zahnfleischkorrekturen – mithilfe der modernen Parodontalchirurgie zu einem schönen Lächeln

Der Gesamteindruck von Lippen, Zähnen und Zahnfleisch ist entscheidend, ob ein Mund als attraktiv wahrgenommen wird. Perfekte Zähne kommen erst dann wirklich zur Geltung, wenn auch ihr „Rahmen“ – das sie umgebende Zahnfleisch – makellos ist. In der Zahnmedizin spricht man von der Rot-Weiß-Ästhetik und, auf das Zahnfleisch allein bezogen, auch von der Roten oder Rosa Ästhetik. Gemeint sind die Gesetzmäßigkeiten der Schönheit des Mundes: das harmonische Erscheinungsbild der Zähne und des Zahnfleisches und ihre idealen Proportionen zueinander.

Schönheit wird mit Jugendlichkeit, Selbstvertrauen und beruflichem und privatem Erfolg verbunden. Der Wunsch nach einem ästhetisch ansprechenden Aussehen erscheint uns aus diesem Grund selbstverständlich. Die Rot-Weiß-Ästhetik ist für uns Maßstab: Wir beraten unsere Patienten ausführlich und nutzen neueste Behandlungsmethoden, um bei einer Zahnfleischkorrektur beste Ergebnisse zu erzielen.

Die moderne ästhetische Parodontalchirurgie ermöglicht, Form und Größe des Zahnfleisches zu verändern: bei zurückgebildetem Zahnfleisch durch erneuernde Verfahren (regenerative Verfahren) oder bei zu dickem und hohem Zahnfleisch durch entfernende Verfahren (resektive Verfahren).

Die Behandlung eines Zahnfleischrückganges

Gesundes Zahnfleisch umschließt die Zähne in regelmäßigen Bögen bis zum Rand der sichtbaren Zahnkronen. Hat es sich jedoch zurückgezogen, dann liegen die Zahnhälse und Wurzeloberflächen frei, weshalb die Zähne unverhältnismäßig lang und somit unschön erscheinen. Da die Zahnhälse und Wurzeloberflächen gegenüber äußeren Reizen sehr empfindlich sind, treten hier oft auch Schmerzen auf.

Die verschiedenen Ursachen einer Rückbildung des Zahnfleisches:

  • ein Putztrauma, hervorgerufen durch eine falsche, abrasive Putztechnik und ungeeignete Hilfsmittel wie zu harte Zahnbürsten. Häufig davon betroffen sind Patienten, deren Zahnfleisch dünner und deren Kieferknochen nur schwach ausgeprägt oder bereits erkrankt ist.
  • eine Parodontitiserkrankung. Im Verlauf dieser Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates bildet sich das Zahnfleisch zurück.
  • eine Zahnfehlstellung. Steht ein Zahn nicht innerhalb der Zahnreihe, wird er zumeist nur unzureichend vom Zahnfleisch bedeckt.
  • ein nicht angepasster Zahnersatz. Wenn der Übergang zwischen Zahnersatz und natürlicher Zahnsubstanz nicht einwandfrei ist, kann sich das Zahnfleisch an diesen Stellen zurückbilden, zum Beispiel an Kronenrändern.
  • eine stark säurehaltige Ernährung: Fruchtsäuren zum Beispiel lösen nicht nur Erosionen des Zahnschmelzes und Dentins aus, sondern greifen auch das Zahnfleisch an.

So läuft die Behandlung ab:

Zuerst muss die Ursache des Zahnfleischrückganges gefunden und beseitigt beziehungsweise abgestellt werden, beispielsweise indem wir Zahnärzte den schlechtsitzenden Zahnersatz austauschen, bei einer vorliegenden Wurzelkaries eine Füllungstherapie durchführen oder unsere Patienten anleiten, wie sie ihre Zahnpflege positiv verändern können, sodass das Zahnfleisch geschont wird. Beim Erlernen der neuen Putztechnik werden sie von unseren Prophylaxeassistentinnen unterstützt, die auch zu den Hilfsmitteln der Zahnpflege und zu einer zahngesunden Ernährung beraten. Diese prophylaktischen Maßnahmen tragen dazu bei, dass der Zahnfleischrückgang nicht weiter voranschreitet.

Bereits bestehende Zahnfleischdefekte behandeln wir parodontalchirurgisch, wobei wir verschiedene Verfahren anwenden:

  • die Verschiebeplastik: Wir bereiten das Zahnfleisch chirurgisch so vor, dass es über die freiliegenden Bereiche in Richtung der Zahnkrone modellierend verschoben werden kann.
  • die Transplantation von Bindegewebe oder Schleimhaut: Die Gewebetransplantate werden aus dem harten Gaumen entnommen. Wir verstärken mit diesen Transplantaten das durch die Verschiebeplastik modellierte Zahnfleisch.
  • die gesteuerte Geweberegeneration (GTR): Membranen, Gele und Granulate können die Neubildung der Bindegewebsfasern, des Gewebes im Wurzelbereich und des Knochens anregen. Sie kommen zum Einsatz bei umfangreichen Gewebeverlusten und Knochendefekten, die für eine fortgeschrittene Parodontitis kennzeichnend sind.

Gummy Smile - die Behandlung eines Zahnfleischüberschusses

Beim Sprechen oder Lachen werden Zähne und Zahnfleisch individuell verschieden entblößt. Idealerweise verläuft die Linie der Oberlippe so, dass dabei zwischen dreiviertel der Frontzahnkronen und zwei Millimeter des Zahnfleisches des Oberkiefers sichtbar sind. Zeigt ein Lächeln zu viel Zahnfleisch, das sogenannte Gummy Smile, dann scheint die natürliche Proportion und damit das harmonische Zusammenspiel von Lippen, Zahnfleisch und Zähnen gestört.

Mögliche Ursachen für ein Gummy Smile:

  • ein unvollständiger Zahndurchbruch: Die Zahnkronen liegen zum Teil unter dem Zahnfleisch und dem Kieferknochen verborgen. Aus diesem Grund wirken sie verkürzt und weisen eine quadratische Form auf.
  • ein in seiner Höhe überentwickelter Oberkiefer.
  • eine zu kurze Oberlippe, die das Zahnfleisch beim Öffnen des Mundes nicht ausreichend bedeckt.
  • sehr lange Schneidezähne.
  • ein Überbiss im Frontzahnbereich.

So läuft die Behandlung ab:

Patienten mit einem Gummy Smile versuchen häufig den Zahnfleischüberschuss zu verbergen, indem sie ein spezifisches, erlerntes Lachen zeigen, das nicht dem natürlichen Lachen entspricht. Zu Beginn der Behandlung nehmen wir daher eine sogenannte Lachanalyse vor. So können wir den Verlauf der Oberlippenlinie und Lachlinie beurteilen.

Die Zahnfleischkorrektur kann durchgeführt werden, wenn das Zahnfleisch gesund und entzündungsfrei ist. Bei der Gummy-Smile-Behandlung nutzen wir die Verfahren der Gingivoplastik. Eine chirurgische Kronenverlängerung ist dann angezeigt, wenn die Zahnkronen der Frontzähne, manchmal auch der kleinen Backenzähne, zu einem Teil vom Zahnfleisch und dem Kieferknochen bedeckt sind. Wir legen diese Zahnkronen vollständig frei und verringern die Zahnfleischbreite. Nach der Abheilung kann das Zahnfleisch in seiner Kontur noch verfeinert werden.

Gegebenenfalls können weitere zahnmedizinische, chirurgische oder kieferorthopädische Behandlungen notwendig werden, je nachdem, welche Ursachen das Gummy Smile hat und wie stark es ausgeprägt ist.

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