Angstpatienten

Angstbewältigung: Techniken und Therapie

Wir stellen Ihnen hier einige therapeutische, körperzentrierte Maßnahmen vor, die Sie dabei unterstützen können, Ihre Ängste gezielt abzubauen. Bitte sprechen Sie zuvor mit Ihrer Krankenkasse oder Versicherung, denn die Kosten werden von den Versicherern teilweise oder sogar vollständig übernommen. Viele Krankenkassen bieten auch kostenlose bzw. gering zuzahlungspflichtige Kurse an, zum Beispiel zum Autogenen Training oder zur Progressiven Muskelentspannung. Für eine erfolgreiche Angstbewältigung ist mit entscheidend, dass Sie die Methode für sich finden, die am besten zu Ihnen passt.

Progressive Muskelentspannung: Mit dieser Technik üben Sie, wie man eine Entspannung der Muskulatur herbeiführt. Die körperliche Anspannung, die man in Angstsituationen erlebt, wird so gemindert.

Autogenes Training: Sie erlernen bei diesem Training mithilfe von Selbstsuggestion Ihr vegetatives Nervensystem in einen entspannten Zustand zu versetzen. Ruhe und Gelassenheit im Geist bewusst zu erzeugen, hilft Ihnen nicht nur bei Ängsten, sondern stärkt Sie körperlich und mental gegen Stress. Zur Behandlung von Ängsten, die im Zusammenhang mit dem Zahnarztbesuch bestehen, hat sich das Autogene Training sehr gut bewährt. Einzige Voraussetzung für den Erfolg: In der Lernphase müssen Sie regelmäßig üben.

Atemtherapie: Unter dem Begriff „Atemtherapie“ werden viele verschiedene Atem-Methoden und -Techniken, wie zum Beispiel das Atem-Yoga oder Qigong, zusammengefasst. Ein Ziel ist, das durch Stress und Ängste entwickelte negative Atemmuster und die Anspannung zu erkennen. Durch eine aktive Wahrnehmung und Übungen wird die körperliche Befindlichkeit insgesamt positiv beeinflusst und die innere Balance wiederhergestellt.

Verhaltenstherapie: Diese Therapie sollte ausschließlich von Psychotherapeuten durchgeführt werden, die sich auf Verhaltenstherapien spezialisiert haben. Eine Verhaltenstherapie ist bei Ängsten erforderlich, die sich auf konkrete Objekte oder Situationen beziehen und mit der Vermeidung dieser Objekte und Situationen verbunden sind. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn Ihre Angst Sie daran hindert, trotz Beschwerden zum Zahnarzt zu gehen. Der Verhaltenstherapeut hilft Ihnen, Ihre Angst abzubauen und die Situation mit Selbstvertrauen zu durchlaufen. Auch eine Phobie, wie zum Beispiel eine generelle Angst vor Spritzen, kann durch eine Verhaltenstherapie überwunden werden.

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