Implantologie & Prothetik

Hochwertige Prothesen für mehr Lebensqualität

Für Patienten, die eine große Zahl ihrer Zähne verloren haben oder zahnlos sind, bedeutet der für sie passende Qualitätszahnersatz vor allem eines: die Rückgewinnung von Lebensqualität. Das gesamte Kauorgan ist so ausgelegt, dass es mithilfe einer Prothese zur normalen Funktion zurückkehren kann. Fehlbelastungen der Kiefergelenke aufgrund fehlender Zähne werden ebenso aufgehoben wie die damit verbundenen Schmerzen.

Unsere Qualitätsstandards für die Herstellung von Prothesen

Eine hochwertige Prothese als Wiederherstellung eines ursprünglichen Zustandes bildet Zähne und Zahnfleisch so ausgezeichnet nach, dass ein natürliches Aussehen ganz selbstverständlich ist. Sie ermöglicht wieder beschwerdefreies Kauen und auch das Sprechen und Schlucken bereiten keinerlei Schwierigkeiten mehr. Moderne Prothesen wirken sich aber nicht nur auf das Wohlbefinden, sondern auch auf die Mundgesundheit positiv aus, denn sie sind so konstruiert, dass sie Abbauprozesse des Kieferknochens und der Kiefergelenke verhindern. Bei veränderter Mundsituation kann ein solcher langlebiger Zahnersatz jederzeit angepasst oder erweitert werden.

Für die Versorgung mit einer Prothese haben wir uns deshalb hohe Qualitätsstandards gesetzt. Wir entwickeln diesen hochkomplexen Zahnersatz nach den genannten ästhetischen und funktionalen Kriterien gemeinsam mit unseren Zahntechnikern, die wir zu den Behandlungsschritten entsprechend hinzuziehen. So können wir ein exzellentes Resultat garantieren, das den Bedürfnissen unserer Patienten vollends gerecht wird.

Alle Prothesen werden in unserem Meisterlabor angefertigt, wobei wir ausschließlich qualitätsgeprüfte Materialien renommierter Hersteller verwenden. Die von uns genutzten Kunststoffe, Keramiken, Metalllegierungen und der Werkstoff Titan zeichnen sich durch eine hervorragende Gewebeverträglichkeit und eine hohe Belastbarkeit aus. Wir bieten unseren Patienten auch Galvanoprothetik an, bei der der Goldanteil 99,8 Prozent beträgt.

Der Aufbau einer Prothese

Eine Prothese besteht aus einem Prothesengerüst (Prothesensattel), den darauf befestigten künstlichen Kunststoffzähnen und je nach Prothesenart aus größeren Verbindungselementen, z. B. einem Gaumenbügel, oder kleineren, mehrteiligen Verankerungselementen. Das Prothesengerüst wird ebenfalls aus Kunststoff hergestellt und kann durch ein eingefügtes Metallgerüst zusätzlich verstärkt werden. Prothesen als herausnehmbarer Zahnersatz liegen entweder lediglich auf der Mundschleimhaut des Kiefers auf, so wie einige Vollprothesen, oder sie sind durch natürliche Zähne oder Implantate zusätzlich abgestützt. Hierfür werden unterschiedliche Verankerungselemente, beispielsweise Locatoren oder Doppelkronen, genutzt. Eine weitere Möglichkeit die verschiedenen Prothesenarten zu fixieren, sind Click Implantate, die sogar in einen bereits abgebauten Kieferknochen eingesetzt werden können. Durch die Abstützung werden die auf eine Prothese einwirkenden Kräfte besser verteilt und ihre Lagestabilität sowie der Tragekomfort wesentlich verbessert.

Die Prothesenarten

Herausnehmbare Teilprothese: Sie wird im beginnenden bis fortgeschrittenen Lückengebiss immer dann angewandt, wenn eine Brückenversorgung nicht mehr möglich ist. Ihre Konstruktion hängt davon ab, wo und wie viele Zähne fehlen. Die Freiendprothese schließt eine Zahnlücke am Ende einer Zahnreihe, die Schaltprothese eine oder mehrere Zahnlücken zwischen natürlichen Zähnen. Eine herausnehmbare Teilprothese kann am Restgebiss mittels Klammern befestigt sein. Wenn diese Teilprothese Zähne im linken und rechten Teil des Ober- oder Unterkiefers ersetzen soll, dann werden die beiden Hälften mit einem Gaumenbügel oder Unterzungenbügel miteinander verbunden.

Vollprothese bzw. Totalprothese: Sie wird im zahnlosen Kiefer eingesetzt. Die künstlichen Zahnreihen im Oberkiefer sind durch eine Gaumenplatte verbunden, im Unterkiefer von einem Unterzungenbügel, der sich im Bereich der Schneidezähne befindet. Für den richtigen Halt sorgen die durch den Speichel hervorgerufenen Saugkräfte zwischen Prothesenbasis (Unterseite des Prothesengerüstes) und Mundschleimhaut. Um die Lagestabilität und somit auch den Tragekomfort der Vollprothese zu erhöhen, können statt Gaumenplatte und Unterzungenbügel zwei oder mehrere Implantate in den Kiefer eingesetzt werden.

Kombinationsprothese bzw. kombinierter festsitzend-herausnehmbarer Zahnersatz: Eine Kombinationsprothese besteht aus einem festsitzenden Zahnersatz und einer herausnehmbaren Prothese, letztere kann eine Teil- oder Vollprothese sein. Der festsitzende Zahnersatz stützt die Prothese ab, z. B. durch Kronen auf natürlichen Zähnen oder durch symmetrisch angeordnete Implantate. Weitere mögliche Verankerungselemente sind Locatoren, Stege oder Geschiebe. Sie funktionieren als nicht sichtbares Stecksystem, wobei jeweils ein Teil fest im Mund verankert ist, während sich sein Gegenstück an der abnehmbaren Prothese befindet. Die gaumenfreie Teleskopprothese basiert auf dem Prinzip übereinander gesteckter Doppelkronen. Solche Doppelkronen bestehen aus einer Innenkrone, die auf einem natürlichen Zahn oder einem Implantat befestigt ist, und einer Außenkrone im Prothesengerüst. Beide gleiten ineinander und bilden eine Verbindung, durch die die Prothese in ihrer Lage stabilisiert wird, sodass kein Gaumenbügel notwendig ist.

So läuft die Versorgung mit einer Prothese ab, dargestellt am Beispiel einer Kombinationsprothese:

Wir untersuchen den gesamten Mundraum und erstellen digitale Röntgenaufnahmen, um:

  • Erkrankungen bzw. ungünstige Veränderungen der Mundschleimhaut vor einer Prothesenversorgung behandeln zu können: da die Prothese auf der Mundschleimhaut aufliegt, muss dieses Prothesenlager gesund und belastbar sein;
  • die Eignung natürlicher Zähne als Pfeiler für die Prothese festzustellen: natürliche Zähne tragen die unterschiedlichen Verankerungselemente der Prothese;
  • den Gesundheitszustand des Kieferknochens zu überprüfen, ob er sich im Bereich der Zahnlücken zurückgebildet hat oder, wenn Implantate als Pfeiler zur Abstützung gewünscht sind, die Implantation vorgenommen werden kann.

Anhand der Untersuchungsergebnisse entscheiden wir, welche Vorbehandlungen durchgeführt werden müssen, bevor die Prothese geplant werden kann. Diese können beispielsweise einen Knochenaufbau oder chirurgische Eingriffe wie eine Schlotterkammentfernung beinhalten. In einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten erläutern wir die einzelnen Behandlungsschritte, die für die Prothesenversorgung unabdingbar sind.

Ist der Mundraum insgesamt entsprechend vorbereitet, entwickeln wir ein Planungsmodell für die Prothese und ihre Abstützung im Mund. Hierfür nehmen wir erste Abdrücke und legen durch Vermessen die exakte Position der Verankerungselemente fest. Durch die Kieferbewegungen wirken auf den Prothesenkörper und die Verbindungs- und Verankerungselemente sowohl vertikal als auch horizontal unterschiedliche Kräfte. Sie sollten so verteilt werden, dass die Prothese lagestabil bleibt. Gleichzeitig müssen die noch vorhandenen natürlichen Zähne, die Mundschleimhaut und der Kieferknochen trotz der Belastung geschont werden.

Der nächste Behandlungsschritt umfasst die Planung, Vorbereitung, Anfertigung und das Einsetzen der Verankerungselemente im Mund des Patienten; der Behandlungsablauf richtet sich dabei nach der gewählten Art der Verankerung.

Behandlungseinheit
Laser zur Implantatfreilegung bei implantatgestützten Prothesen

Anschließend nehmen wir eine Funktionsabformung bzw. Fixationsabformung vor, die den Ober- und/oder Unterkiefer während der Bewegungen erfasst. Wir nutzen Registrierschablonen, auf denen Wachsaufbauten die künstlichen Zahnreihen der Prothese grob nachbilden. Sie werden im Mund des Patienten eingesetzt, um die präzise Lage des Unterkiefers zum Oberkiefer für ihr einwandfreies Zusammenspiel (Bissregistrat) zu bestimmen. Zusätzlich verwenden wir einen Gesichtsbogen, mit dem wir die Lage der Kiefer im Bezug auf den Schädelknochen und die Kiefergelenke ausmessen. Die formbaren Wachsaufbauten passen wir den ästhetischen Bedürfnissen des Patienten und funktionellen Anforderungen an.

Die Abformungen, das Bissregistrat und die ermittelten Daten bzw. Einstellungen bilden für unsere Zahntechniker die Grundlage, auf der sie das Prothesengerüst mit seinen Verankerung- bzw. Verbindungselementen und die künstlichen Zahnreihen anfertigen.

Im Verlauf des Fertigungsprozesses testet der Patient die Prothese in unserer Praxis. Bei diesen Einproben überprüfen wir die Passgenauigkeit der Prothese und den Zusammenbiss von Ober- und Unterkiefer, die Funktionalität bei Kaubewegungen und beim Sprechen sowie die gewünschte ästhetische Ausführung. Außerdem kontrollieren wir, ob der Prothesenbereich zu seiner Gesunderhaltung sehr gut und leicht gereinigt werden kann. Daraufhin erfolgt die zahntechnische Fertigstellung in unserem Meisterlabor. Wenn alle Qualitätskriterien erfüllt sind, gliedern wir die Prothese ein. Abschließend erläutern und zeigen wir unseren Patienten, wie und mit welchen Mitteln sie den Mundraum – insbesondere die Mundschleimhaut, auf der die Prothese aufliegt –  und die Prothese zuhause pflegen können.

Hinweise: Unsere Patienten müssen bitte unmittelbar nach Eingliederung der Prothese alle vereinbarten Kontrolltermine wahrnehmen. Da sich die Bedingungen im Mundraum im Laufe der Zeit bei jedem Patienten verändern, empfehlen wir eine regelmäßige Teilnahme an der Vorsorgeuntersuchung. Patienten mit einer Kombinationsprothese sollten mindestens zweimal im Jahr eine Prophylaxebehandlung durchführen lassen. Wir bieten auch eine professionelle Prothesenreinigung an.

Weitere Informationen zu unseren Prophylaxemaßnahmen für Prothesenträger sowie Tipps zur Prothesenpflege zuhause unter:

Vorsorgeuntersuchung
Professionelle Implantatreinigung
Professionelle Zahnreinigung/PZR
Pflege von Zahnersatz

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