Karies- & Füllungstherapie

Kompositfüllungen – die unauffälligen Zahnreparaturen

Kompositfüllungen eignen sich für kleine bis mittelgroße Kariesdefekte im Front- und Seitenzahnbereich. Neben ihrer Verwendung als zuverlässiges, zahnfarbenes Füllungsmaterial sind Komposite vielfältig einsetzbar, beispielsweise als:

  • Restaurationsmaterial, um Zahnhartsubstanz zu ersetzen, die entweder
  • a) unfallbedingt (z. B. Abplatzungen des Zahnschmelzes) oder
    b) durch mechanische Abnutzungen (Abrasionen) oder
    c) aufgrund säurebedingter Schäden (Erosionen) verlorengegangen ist.

    Betrifft b) und c): Zu den Abrasionen zählen Verluste durch anhaltendes Zähneknirschen (Bruxismus), aber auch Putzrillen, die das Resultat einer falschen Putztechnik sind. Erosionen hingegen entstehen, wenn säurehaltige Lebensmittel übermäßig konsumiert werden.

  • Aufbaufüllung unter Kronen.
  • Befestigungskomposit für Inlays, Onlays, Teilkronen und Kronen aus Keramik oder für abgebrochene Stücke der natürlichen Zahnkrone, die damit wieder angeklebt werden können.
  • Fissurenversiegler in der Kariesprophylaxe.

Komposite

Komposite sind zahnfarbene Materialien, die aus ca. 20 bis 40 Prozent Kunststoff vermischt mit Quarz-, Glas- und Keramikteilchen, den sogenannten Füllkörpern, bestehen. Sie werden in weichem Zustand verarbeitet und anschließend mit Licht ausgehärtet (Polymerisation).

Die einzelnen Kompositarten unterscheiden sich in ihren Kunststoff- und Füllkörperanteilen und somit in den Materialeigenschaften. Im Seitenzahnbereich verwenden wir in der Füllungstherapie Komposite mit einem hohen Füllkörpergehalt. Er gewährleistet, dass die Kompositfüllung der Kaudruckbelastung standhält und abrasions- und verschleißbeständig ist.

So läuft die Behandlung ab:

Bei einer umfangreichen, tieferen Karies betäuben wir den Zahnbereich vor der Behandlung. Für die Füllung wird das zur Zahnfarbe des Patienten passende Komposit ausgewählt. Zuerst müssen die karieserkrankte Zahnhartsubstanz und Reste alter Füllungen schonend entfernt werden. Neben der konventionellen Füllungsvorbereitung mit Turbine und Bohrer nutzen wir auch den Laser, der eine schmerzarme bzw. schmerzfreie Behandlung möglich macht. Durch eine Laserbehandlung kann die örtliche Betäubung entfallen, weshalb wir dieses Verfahren besonders Angstpatienten empfehlen.

Um ein einwandfreies Füllungsresultat zu erzielen, wird der Zahn anschließend trockengelegt. In einem nächsten Schritt wird die Oberfläche chemisch angeraut, wodurch später die Kompositfüllung besser im Zahn verankert ist. Anschließend tragen wir einen Haftvermittler (Adhäsiv) auf, eine Art Kleber, der einen festen Verbund zwischen der Zahnhartsubstanz und dem Komposit erzeugt. Wir bringen in den Zahninnenbereich das Komposit in dünnen Schichten ein, die einzeln durch die Bestrahlung mit dem Licht einer Polymerisationslampe ausgehärtet werden.

Nachdem die Lichtpolymerisation abgeschlossen ist, kontrollieren wir die Kontaktpunkte zu den Nachbarzähnen und den Zusammenbiss von Ober- und Unterkiefer (Okklusion). Mithilfe farbiger Streifen, auf die der Patient beißt, überprüfen wir die Höhe der Füllung im Zusammenspiel der beiden Kiefer und beschleifen die Füllung, wenn nötig. Passen der gefüllte Zahn und der Gegenzahn wieder perfekt ineinander, wird die Kompositfüllung poliert. Denn auf einer glatten Füllungsoberfläche und einem sehr gutem Übergang von der Füllung zur Zahnhartsubstanz sammelt sich weniger bakterieller Zahnbelag an. Um den behandelten Zahn zu remineralisieren, tragen wir abschließend ein fluoridhaltiges Präparat auf. Nun ist der Zahn wieder rundum geschützt.

Hinweis: Damit Karies und andere Schäden an der Zahnhartsubstanz frühzeitig entdeckt und behandelt werden können, nehmen Sie bitte regelmäßig an der Vorsorgeuntersuchung teil. Außerdem empfehlen wir, zweimal im Jahr eine Professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen.

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