Zahnärztliche Chirurgie

Zahnärztliche Chirurgie: Gewebeschonende Verfahren und Eingriffe

Wir bieten unseren Patienten moderne chirurgische Behandlungsverfahren, bei denen das umgebende Gewebe geschont und geschützt wird.

Diagnostik mit digitalem Röntgen

Für die Diagnose setzen wir ausschließlich digitale Röntgentechnik ein. Für unsere Patienten hat das gleich mehrere Vorteile: Digitale Röntgensysteme arbeiten im Vergleich zu konventionellen Röntgengeräten mit einer weitaus geringeren Strahlendosis, sodass der Körper sehr viel weniger belastet wird. Je nach Befunderhebung erstellen wir extraorale und intraorale digitale Röntgenaufnahmen. Anhand ihrer Darstellung auf dem Monitor der Behandlungseinheit können wir im Gespräch mit unseren Patienten die Befunde und die geplante chirurgische Behandlung anschaulich erläutern.

Schmerzausschaltung durch Betäubung oder Narkose

Zu einem schonenden chirurgischen Eingriff gehört eine ebenso sanfte Schmerzausschaltung. Neben den herkömmlichen Betäubungsmethoden nutzen wir auch die Möglichkeiten der computergestützten Lokalanästhesie mit The Wand®/der Zauberstab. Sie ist nahezu schmerzfrei und äußerst gewebeschonend. The Wand®/der Zauberstab benötigt weniger Lokalanästhetikum (Betäubungsmittel) und gibt dieses zeitlich exakt dosiert in den zu betäubenden Bereich ab.

Wenn umfangreichere chirurgische Maßnahmen vorgesehen sind oder beispielsweise Patienten unter einer generellen Angst vor zahnmedizinischen Behandlungen leiden, erfolgt die Operation unter Narkose. Sie wird ausschließlich von erfahrenen Fachärzten für Anästhesie (Narkoseärzten) vorgenommen. Vor dem Behandlungstermin führen sie mit unseren Patienten ein Aufklärungsgespräch, werten die aktuellen Befunde und die Krankengeschichte des Patienten aus (Anamnese) und erläutern den Ablauf der Narkose. Des Weiteren informieren sie zu eventuell notwendigen Untersuchungen vorab und darüber, was die Patienten am Behandlungstag sowie davor und danach beachten müssen.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier:

Betäubung & Narkose

Chirurgische Behandlungen mit dem Laser

In vielen Bereichen setzen wir für minimalinvasive chirurgische Eingriffe den Laser ein. Die zwei unterschiedlichen Laser-Wellenlängen Er:YAG und Nd:YAG können entsprechend eingestellt werden, um z. B. Knochensubstanz abzutragen, Implantate freizulegen, Zahnfleischtaschen zu verkleinern oder Hautwucherungen zu entfernen.

Gegenüber den klassischen Verfahren bietet der Laser viele Vorzüge:

  • Laserlicht wirkt keimreduzierend und minimiert das Infektionsrisiko
  • Schwellungen des Gewebes und die damit verbundenen Schmerzen sind nahezu ausgeschlossen
  • es treten keine oder nur sehr selten Beschwerden auf; die Einnahme von Schmerzmitteln ist nicht notwendig
  • der Heilungsprozess verläuft schneller; in der Regel bleiben keine sichtbaren Narben zurück
Laser
Behandlungsraum

Unsere chirurgischen Behandlungen im Überblick

Die operative Zahnentfernung (Extraktion) von tief karieszerstörten Zähnen und im Kiefer verbliebenen Weisheitszähnen, wobei das umgebende Knochengewebe äußerst geschont wird.

Die chirurgische Zahnerhaltung umfasst unterschiedliche Erhaltungstherapien wie:

  • die operative Zahnfreilegung bei Zähnen, die aufgrund ihrer Lage im Kiefer oder einer zu kleinen Lücke nicht durchbrechen können
  • die Replantation bzw. Reimplantation, also die Wiedereinpflanzung eines Zahnes, der beispielsweise durch einen Unfall ausgeschlagen wurde
  • die Hemisektion oder Amputation bei erkrankten mehrwurzligen Zähnen (Backenzähnen); entfernt werden die kranke(n) Zahnwurzel(n), manchmal auch Teile der Zahnkrone
  • die transdentale Fixation bzw. Transfixation; Stifte aus Titan oder Keramik, die in den Wurzelkanal eingebracht wurden, befestigen einen wurzelkanalbehandelten, gelockerten Zahn wieder im Zahnfach (Alveole)
  • die Transplantation von Zahnkeimen (noch nicht vollständig ausgebildeten Zähnen) und extrahierten Zähnen des Patienten, das heißt, ihre Einpflanzung an der vorgesehenen Position in der Zahnreihe

Die chirurgischen Eingriffe im Bereich der Weichgewebe sind:

  • das Herausschneiden von kleineren Hautwucherungen (Ektomie, Exzision)
  • das Eröffnen entzündeter, eitriger Bereiche des Weichgewebes (Inzision), sogenannter Abszesse
  • das Entfernen (Exzision) bzw. die Verlagerung von Bändchen, z. B. Lippenbändchen, damit sich eine Lücke zwischen den mittleren Schneidezähne im Oberkiefer schließen kann

Die präprothetische und präimplantologische Chirurgie beinhaltet alle Behandlungen, die notwendig sind, um Knochen und Weichgewebe für die Aufnahme einer Brücke, einer Prothese oder eines Implantats vorzubereiten. Dazu zählen:

  • Knochenaufbaumaßnahmen; sie sorgen dafür, dass der zurückgebildete Kieferknochen sich regeneriert (Osteoplastik). Wir nutzen hierfür verschiedene Methoden: die Augmentation (Vergrößerung des Knochens), den Sinuslift (Anhebung des Kieferhöhlenbodens im Oberkiefer) und die Distraktion (Dehnung des Knochens) bzw. Distraktionsosteogenese
  • das Ersetzen von fehlendem Weichgewebe, beispielsweise durch Bindegewebstransplantate
  • das Abtragen scharfer Knochenkanten (Alveolarkammglättung) und gutartiger Knochenwucherungen (Exostosen)
  • das Entfernen eines Schlotterkamms und gutartiger Gewebswucherungen wie z. B. Fibrome
  • Bändchenkorrekturen, beispielsweise die Verlagerung des Lippenbändchens (Lippenbändchenexzision und Verschiebeplastik)

Die implantologischen Eingriffe führen wir im Rahmen einer Versorgung mit Implantaten durch, hierunter fallen:

  • das Eröffnen der Mundschleimhaut, das Aufbereiten des Kieferknochens und das Einsetzen des Implantats
  • die Freilegung geschlossener bzw. zweiphasiger Implantate nach der Einheilungsphase

Zu unseren implantologischen und prothetischen Behandlungen finden Sie hier weitere Informationen:

Brücken
Implantate
Prothesen

Die chirurgische Parodontaltherapie, die regenerativen Therapien und die Restauration von Zahnfleischdefekten sind Teil der mehrstufigen Parodontaltherapie. Sie beinhalten:

  • die Entfernung von entzündetem Gewebe
  • die gesteuerte Geweberegeneration/GTR; Granulate und Schmelzmatrixproteine fördern die Neubildung der krankheitsbedingt verlorengegangenen Gewebe und das Knochenwachstum
  • Zahnfleischkorrekturen; um freiliegende Zahnhälse und Wurzeloberflächen zu bedecken, nehmen wir eine Verschiebeplastik und/oder die Transplantation von Bindegewebe oder Schleimhaut vor

Mehr Informationen zu den Themen Parodontaltherapie und Gesteuerte Geweberegeneration/GTR:

Parodontaltherapie
Gesteuerte Geweberegeneration/GTR

Die ästhetische Parodontalchirurgie stellt bei Zahnfleischverlusten mittels Verschiebeplastiken und Transplantationen den ursprünglichen Zahnfleischverlauf wieder her oder korrigiert ein Zuviel an Zahnfleisch, das sogenannte Gummy Smile, durch eine chirurgische Kronenverlängerung (Gingivoplastik).

Zu unseren ästhetischen Zahnfleischkorrekturen können Sie sich hier informieren:

Zahnfleischkorrekturen

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