Risikofaktoren

Erkrankungen


Diabetes mellitus

Ein schlecht eingestellter Diabetes wirkt sich nachteilig auf die Mundgesundheit aus. Eine Parodontitis wiederum verursacht Schwankungen des Blutzuckerspiegels und behindert somit die Therapie. Da die körpereigenen Abwehrmechanismen der Gewebe, und damit auch des Zahnfleisches, geschwächt sind, siedeln sich Bakterien leichter in der Mundhöhle an und rufen dort Infektionen hervor. Im Verlauf kann sich der Zahnhalteapparat entzünden; es drohen Kieferabbau und der Verlust von Zähnen. Karies bei Diabetes betrifft vorzugsweise die Zahnhälse. Die Säureangriffe werden aufgrund des verminderten Speichelflusses nur ungenügend abgewehrt; eine ausreichende Remineralisierung des Zahnschmelzes ist deshalb nicht möglich. Da bei Diabetikern Wunden schlechter heilen, fällt die Prognose für das Einsetzen von Implantaten ungünstiger aus. Achten Sie bitte auf eine effektive Mundhygiene und darauf, dass der Diabetes sehr gut eingestellt ist. Lassen Sie in einer Zahnarztpraxis mehrmals im Jahr eine Parodontitis-Prophylaxebehandlung mit einer intensiven Therapie zur Remineralisierung Ihrer Zähne durchführen. Ist der Zucker gut eingestellt, können die regelmäßigen Prohylaxemaßnahmen auf zwei Mal im Jahr reduziert werden.

Adipositas

Bei jungen übergewichtigen Erwachsenen im Alter von 18 bis 35 Jahren besteht ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung des Zahnhalteapparats, die Zähne und Kieferknochen gefährdet. Unterschiedliche Faktoren scheinen hierbei zusammenzuwirken: eine ungesunde Ernährung, die dem Körper zu wenig Kalzium und Vitamin C zuführt, bei gleichzeitigem Dauerstress, aufgrund mangelnder sozialer Akzeptanz. Stellen Sie bitte Ihre Ernährung um auf Milchprodukte in Kombination mit frischem Obst und Gemüse, damit die Mineralstoffe in Verbindung mit Vitaminen vom Körper gut aufgenommen werden. Bauen Sie durch Sport Stress ab, wobei Sie knochen- und gelenkschonende Aktivitäten, wie Walking, Tanzen oder leichte Gymnastik, wählen sollten. Nutzen Sie außerdem regelmäßig die Prophylaxeangebote in den Zahnarztpraxen.

Bulimie

Diese Essstörung, die mit Erbrechen einhergeht, kann die Zähne stark schädigen. Die Magensäure greift vor allem den Zahnschmelz der Front- und Eckzähne an. Da dieser Säurekontakt häufig und über einen längeren Zeitraum immer wieder stattfindet, kann der Speichel kleinere Defekte nicht mehr durch Remineralisierung reparieren. Die Zähne reagieren anfangs besonders empfindlich auf Temperaturunterschiede, auf Kaltes, Süßes und Saures. Später schreitet der Abbau der Zahnsubstanz soweit voran, dass sich die Oberfläche erkennbar verändert bis hin zu einer Verkürzung der Zähne. Da die Zähne kontinuierlich belastet sind, sprechen Sie offen mit Ihrem Zahnarzt über die Essstörung. Gemeinsam mit Ihnen wird er einen Prophylaxeplan erarbeiten. Auch Schutzschienen und Fluoridierungsschienen können als ergänzende vorbeugende Maßnahme den Schutz der Zähne verbessern.

Koronare Herzkrankheit

Eine Parodontitis kann den Verlauf einer koronaren Herzkrankheit negativ beeinflussen. In der Wand der Koronararterien, den Herzkranzgefäßen, sind die Parodontitiskeime nachweisbar. Sie schädigen diese Gefäße. Daher ist es wichtig, die Prophylaxemaßnahmen in den Zahnarztpraxen regelmäßig zu nutzen und Ihr Immunsystem zu stärken.

Osteoporose

Bei einer Osteoporose verläuft der durch eine Parodontitis ausgelöste Abbau des Kieferknochens schneller und ist stärker ausgeprägt. Bitte ernähren Sie sich gesund, vor allem kalziumhaltige Kost (Milchprodukte) in Kombination mit Vitaminen (frisches Obst und Gemüse) sollte dazugehören. Auch sportliche Aktivitäten und Bewegung unterstützen den allgemeinen Knochenaufbau. Nutzen Sie bitte das Parodontitis-Prophylaxeangebot in den Zahnarztpraxen.

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