Zahnpflege bei Kindern

Gesunde Zähne von Anfang an

Wie gesund die Zähne eines Erwachsenen einmal sein werden, entscheidet sich wesentlich in Kindheit und Jugendalter. Der erste Milchzahn bricht mit ca. sechs Monaten durch, die ersten bleibenden Zähne im sechsten Lebensjahr; im Alter von 18 Jahren ist der Zahnschmelz dann vollständig ausgehärtet. Helfen Sie bitte Ihrem Kind in jeder Phase und nehmen Sie positiv Einfluss auf die Entwicklung: Indem Sie Ihr Kind ausgewogen, vitamin- und mineralstoffreich ernähren, regelmäßig die Früherkennungs- und Kontrolluntersuchungen Ihres Kindes beim Zahnarzt in Anspruch nehmen und auch die Prophylaxeangebote speziell für Kinder nutzen. Vermeiden Sie bitte zahnschädliches Verhalten. Süßigkeiten beispielsweise, sollte Ihr Kind nicht über den ganzen Tag verteilt, sondern zu festgelegten Zeiten naschen. Das betrifft auch gezuckerte Getränke. Achten Sie bitte auf eine effektive Mundhygiene bei Ihrem Kind; seien Sie bitte Vorbild und lernen Sie Ihrem Kind, wie es seine Zähne pflegen und gesund erhalten kann.

Schwangerschaft

Schon in der achten Schwangerschaftswoche beginnen sich beim ungeborenen Kind die Knospen der Milchzähne zu bilden. Bis zur Geburt ist der Zahnschmelz der Zahnkronen teilweise schon ausgehärtet. Befolgen Sie bitte die Empfehlungen zur Ernährung für Schwangere. Während der Schwangerschaft sollten Sie unbedingt alle Kontrolluntersuchungstermine bei Ihrem Zahnarzt einhalten. Für die Gesunderhaltung von Zähnen und Zahnfleisch sind die Behandlungen im Rahmen der Schwangerschaftsprophylaxe dringend zu empfehlen, denn Parodontitisbakterien können auch das ungeborene Kind schädigen; sie erhöhen das Risiko einer Frühgeburt um das Vierfache.

Übertragungsrisiko

Spätestens mit der Geburt sollten Sie und alle anderen Bezugspersonen des Kindes auf Ihre Zahngesundheit achten. Besonders empfindlich sind die Zähne des Kindes in den Durchbruchphasen. Karies und Parodontitis sind Infektionskrankheiten, deren Bakterien nachweislich auf das Kind übertragen werden. Bitte nehmen Sie deshalb nie die Beruhigungssauger oder Trinksauger in den Mund; befeuchten Sie sie ausschließlich mit Wasser. Das gilt auch für den Löffel, mit dem Sie füttern, und später für das Kinderbesteck. Bitte küssen Sie das Kind nicht auf die Lippen. So können Sie ausschließen, dass Bakterien des Mundraumes sowie Herpesviren (Lippenherpes) und damit Erkrankungsrisiken an das Kind weitergegeben werden.

Fluoride

Der Kariesschutz kann schon in den ersten Lebenswochen einsetzen durch eine vom Kinderarzt verordnete Kombinationsprophylaxe. Sie besteht aus Fluorid und Vitamin D, die in Form von Fluoridtabletten eingenommen werden. Diese vorbeugende Maßnahme dauert meist bis zum 18. Lebensmonat, kann aber, z. B. bei erhöhtem Kariesrisiko, auch länger fortgesetzt werden. Bitte beachten Sie: Ob in Form von Tabletten, einer fluoridierten Kinderzahncreme (Fluoridgehalt: 0,05 % = 500 ppm) oder fluoridiertem Speisesalz – die Fluoridgabe darf ausschließlich in Absprache mit Ihrem Kinderarzt und Ihrem Zahnarzt erfolgen. Nur so sind eine schädliche Überdosierung und eine Dentalfluorose ausgeschlossen.

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